Verbraucherinsolvenz


Sie sind verschuldet und wollen endlich einen Neuanfang starten? Sie sind es Leid, immer gelbe Post zu erhalten und Angst vor dem Gerichtsvollzieher zu haben?

In diesem Fall sind Sie bei uns richtig!
Wie läuft eine Verbraucherinsolvenzverfahren ab?

vom außergerichtlichen Einigungsversuch bis zur Restschuldbefreiung

Der Ablauf eines Verbraucherinsolvenzverfahrens folgt den in §§ 304 ff Insolvenzordnung (InsO) festgelegten Regeln. Neben natürlichen Personen, die in abhängiger Beschäftigung tätig oder arbeitslos sind, können auch ehemalige Selbständige Verbraucherinsolvenz beantragen, wenn sie weniger als 20 Gläubigern Geld schulden und wenn keine Ansprüche von Arbeitnehmern darunter sind. Nach Abschluss des Verfahrens ist die Restschuldbefreiung möglich.

Ausgangspunkt: Klärung der Vermögensverhältnisse

Zu Beginn jedes Insolvenzverfahrens muss die wirtschaftliche Gesamtsituation geklärt werden. Für eine erste Aufstellung aller Schuldpositionen werden alle Gläubiger angeschrieben und dazu aufgefordert, den aktuellen Stand ihrer geltend gemachten Forderungen zu beziffern. Jeder Gläubiger ist zur Mitwirkung verpflichtet. Schon in dieser frühen Phase empfiehlt es sich, eine Schuldnerberatungsstelle aufzusuchen oder sich gleich an einen Insolvenzspezialisten aus unserer Kanzlei zu wenden. Die rechtzeitige Einschaltung eines Insolvenzrechts-Anwalts kann sich positiv auf die Mitwirkungs- und Einigungsbereitschaft der Gläubiger auswirken.

außergerichtlicher Einigungsversuch

Liegen alle Informationen vor, wird ein erster, außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan ausgearbeitet, und den Gläubigern vorgelegt. Sind nicht alle Gläubiger mit dem Plan für die Schuldenbereinigung einverstanden und wollen sie deshalb auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen nicht verzichten, beginnt die zweite Stufe der Verbraucherinsolvenz.

bescheinigtes Scheitern als Verfahrensvoraussetzung

Voraussetzung für die Annahme des Antrags auf Verbraucherinsolvenz durch das zuständige Insolvenzgericht ist die Vorlage einer von einem Rechtsanwalt, einer anerkannten Schuldnerberatungsstelle, einem Steuerberater oder einem Notar ausgestellte Bescheinigung über das Scheitern außergerichtlicher Einigungsbemühungen. Es wird damit nachgewiesen, dass alle Möglichkeiten, mit den Gläubigern eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, genutzt wurden, aber fehlgeschlagen sind. Erst nach Vorliegen der Bescheinigung über das Scheitern einer außergerichtlichen Einigung kann der Anwalt Verbraucherinsolvenz beim zuständigen Insolvenzgericht beantragen.

anwaltliche Erfahrung nutzen

Spätestens bei der Einleitung des gerichtlichen Verbraucherinsolvenzverfahrens erweist es sich als Vorteil, wenn der Rechtsanwalt Insolvenzrecht als Spezialgebiet gewählt hat. Wenn Sie mit einem Anwalt Verbraucherinsolvenz beantragen, wird dieser den Schuldenbereinigungsplan nun beim Insolvenzgericht einreichen. Vom Gericht aus wird der Schuldenbereinigungsplan allen Gläubigern mit dem Ziel zugestellt, doch noch eine Einigung zu erzielen.

Insolvenzeröffnung nach letztem Einigungsversuch

Scheitert auch dieser Einigungsversuch, setzt eröffnet das Gericht das Insolvenzverfahren und setzt einen Treuhänder ein, an den in der Wohlverhaltensphase alle den Selbstbehalt übersteigenden Zahlungseingänge weiterzuleiten sind. Aufgabe des Treuhänders ist, die zur Verfügung stehende Insolvenzmasse den Regeln der Insolvenzordnung entsprechend zu verteilen. Er ist zu diesem Zweck auch dazu berechtigt, Vermögensgegenstände zu verwerten.

Restschuldbefreiung richtig beantragen

Wenn ein Rechtsanwalt Insolvenzrecht als Spezialgebiet ausgewählt hat, berät er sie vor der Antragstellung, welche Laufzeit für das Insolvenzverfahren ihrer wirtschaftlichen Lage gerecht wird. Neben dem Verbraucherinsolvenzverfahren mit 6-jähriger Wohlverhaltenszeit ist seit 2014 auch ein abgekürztes Insolvenzverfahren möglich. Die Voraussetzungen dafür, bereits nach 3 Jahren eine Restschuldbefreiung erlangen zu können, kennt Ihr Rechtsanwalt.