Trockene Brötchen und Kaffee sind kein Frühstück

Trockene Brötchen und Kaffee sind kein Frühstück

Trockene Brötchen mit Heißgetränken stellen keinen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug dar.

Quelle: FG: Trockenes Brötchen und Kaffee sind kein Frühstück

WKR-Erklärung: Die unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Mahlzeit an Arbeitnehmer gilt als Sachbezug, der je Mitarbeiter und Arbeitstag besteuert werden muss. Ein trockenes Brötchen mit Heißgetränk allerdings nicht.

Das Finanzgericht Münster gab der Klage eines Unternehmens statt, dass seinen Mitarbeitern täglich unentgeltlich Brötchen und Heißgetränke aus einem Automaten zur Verfügung stellte. Das Finanzamt sah darin ein kostenfreies Frühstücksangebot und hatte die Besteuerung verlangt.

Kein Frühstücksangebot meinten die Münsteraner Richter. Um die Mindeststandards für ein solches zu erfüllen, wäre zu Heißgetränk und Brötchen auch ein Brotaufstrich erforderlich.

Es handle sich daher um einen Sachbezug in Form von „Kost“ im Sinne von § 8 Abs. 1 Satz 1 EStG. Das habe zur Folge, dass eine andere Freigrenze Anwendung finden müsse, die im voliegenden Fall nicht überschritten sei. (Finanzgericht Münster/ Az. 11 K 4108/14)

(Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde zugelassen.)

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