Kein Anspruch auf Entsperren eines gefundenen Handys

Kein Anspruch auf Entsperren eines gefundenen Handys

Der Finder eines Mobiltelefons hat keinen Anspruch auf Aufhebung der Sperre, auch nicht, nachdem er Eigentümer geworden ist.

Quelle: Kein Anspruch auf Entsperren eines gefundenen Handys – Recht-Steuern-Wirtschaft – Verlag C.H.BECK

WKR-Erklärung: Wer ein Handy findet, wird rechtmäßiger Eigentümer, wenn der Vorbesitzer sechs Monate nicht ermittelt werden konnte. Dennoch gibt es keinen Rechtsanspruch auf Entsperrung.

Ein Mann hatte Apple auf die Entsperrung eines gefundenen I-Phones verklagt. Zwar war er mit Verstreichen der gesetzlichen Frist, in der sich der Vorbesitzer beim Fundbüro hätte melden müssen, rechtmäßiger Besitzer des Handys geworden, allerdings war das Telefon durch den eingestellten Sperrcode nicht nutzbar.

Kein Recht auf Entsperrung, urteilte das Amtsgericht München. Der Kläger habe das Mobiltelefon „ex nunc“ erworben, also in dem Zustand, in dem es sich nach Ablauf der Sechsmonatsfrist befunden habe.

Auch datenschutzrechtliche Bedenken bewogen das Gericht zu dieser Entscheidung, da mit einer Freischaltung des Telefons zugleich die Daten des Vorbesitzers zugänglich geworden wären. (AG München /213 C 7386/17)

 

 

 

 

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