Panzer bleibt Panzer – auch ohne Kanone

Panzer bleibt Panzer – auch ohne Kanone

Der Modeschöpfer Harald Glööckler verwandelte zwei Panzer in Kunstobjekte – der frühere Importeur der Fahrzeuge wurde nun zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Quelle: Freiheitsstrafe auf Bewährung für Panzer-Importeur

WKR-Erklärung:  Ein Mann hatte 2013 zwei Bergepanzer des TypsCombat Engineer Tractor FV 180 erworben und nach Deutschland überführt. Diese waren jedoch nicht demilitarisiert worden. Später verkaufte der Mann die Fahrzeuge weiter. Obwohl sie letztlich zu „No War-Kunstobjekten“ wurden und niemals über eine Bewaffnung verfügt hatten, hat das Amtsgericht Bensheim den früheren Importeur wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffKontrG) zu einer Haftstrafe verurteilt.

Zwar argumentierte der Strafverteidiger des Importeurs, dass es sich bei den Millitär-Fahrzeugen um solche handelt, die nicht für einen Kampfeinsatz konzipiert seien – „Das sind Raupen mit Schaufeln“ – dennoch überzeugte diese Ausführung die Amtsrichter nicht. Für sie lag der entscheidende Punkt darin, dass die Fahrzeuge noch voll (original) gepanzert waren „Entsprechend kann man von Kampffahrzeugen sprechen. Bergepanzer werden zwar nur als Baumaschinen eingesetzt. Trotzdem sind sie stabil, es handelt sich trotz allem um Panzer. Zudem sind sie auch so flott unterwegs, dass sie von der Polizei im Streifendienst nicht gestoppt werden können“

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