Was gilt beim Kindesunterhalt als Sonderbedarf, was als Mehrbedarf?

Was gilt beim Kindesunterhalt als Sonderbedarf, was als Mehrbedarf?

Bei besonderen Anlässen oder Zusatzkosten wie Einschulung, Krankheitskosten oder Gitarrenunterricht stellt sich die Rechtsfrage, ob sie die Ansprüche gegenüber dem unterhaltspflichtigen Elternteil erhöhen und ob es sich um Mehrbedarf oder Sonderbedarf handelt.

Quelle: Was gilt beim Kindesunterhalt Sonderbedarf, was als Mehrbedarf? | Recht | Haufe

WKR-Erklärung: Der Artikel von haufe.de erklärt die Unterschiede zwischen Mehrbedarf und Sonderbedarf und die damit verbundene Auswirkung auf die Unterhaltspflicht.

Zusammengefasst ist Mehrbedarf:

  • Krankenversicherungsbeiträge,
  • Kosten für die Unterbringung in einer Privatschule,
  • Nachhilfeunterricht,
  • Kosten eines längeren Auslandsaufenthalts,
  • Förderung des künstlerischen Talents des Kindes (BGH, Urteil v. 11.04.2001, XII ZR 152/99)
  • krankheitsbedingte Mehrkosten
  • Studiengebühren

Mehrbedarf muss hierbei grundsätzlich je nach wirtschaftlicher Lage und interessengerecht zwischen den Unterhaltspflichtigen aufgeteilt werden.

Sonderbedarf hingegen wird nur selten zwischen den Unterhaltspflichtigen aufgeteilt, da der Unterhaltsberechtigte entsprechende Rücklage schaffen muss, soweit ihr/ihm das aufgrund der Höhe des gezahlten Unterhalts möglich ist.

Beispiele für Sonderbedarf sind:

  • unvorhergesehene Krankheitskosten,
  • die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung,
  • die Erstausstattung eines Neugeborenen,
  • Kosten für eine stationäre Behandlung

 

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