Teilweiser Sorgerechtsverlust bei mangelnder Impfbereitschaft möglich

Teilweiser Sorgerechtsverlust bei mangelnder Impfbereitschaft möglich

Bei Uneinigkeit der gemeinsam sorgeberechtigten Eltern über die Durchführung einer von der STIKO empfohlenen Schutzimpfung kann die Entscheidungsbefugnis dem Elternteil, der die Impfung des Kindes befürwortet, alleine übertragen werden.

Quelle: Partieller Sorgerechtsverlust bei mangelnder Impfbereitschaft | Recht | Haufe

WKR-Erklärung: Nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 09.11.2016 (Az. BGH XII ZB 298/15) ist eine Entscheidung zur Notwendigkeit einer Impfung eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung und im Zweifel auf den Partner alleine zu übertragen, der im Sinne des Kindeswohls das für die Gesundheitssorge bessere Konzept verfolgt. Maßstab für die Notwendigkeit ist hierbei nach Meinung des BGH die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

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