Bridge ist kein Sport

Bridge ist kein Sport

Die körperliche Komponente beim Bridge ist nicht bedeutend genug für eine Mehrwertsteuerbefreiung.

Quelle: www.lto.de

WKR-Erklärung: Das Kartenspiel Duplicate-Bridge fällt nicht unter den Begriff „Sport“ im Sinne der Mehrwertsteuerrichtlinie und kann daher nicht als solches von der Mehrwertsteuer befreit werden.

Die English Bridge Union wollte die Gebühreneinnahmen für ihre Turniere im Duplicate-Bridge – einer speziellen Variante des Kartenspiels – von der Mehrwertsteuer befreien lassen und berief sich dabei auf eine Klausel der EU-Richtlinie über das gemeinsame Mehrwehrtsteuersystem, wonach sie von der Steuer für „in engem Zusammenhang mit Sport stehenden Dienstleistungen“ befreit werden kann.

Nach Meinung des Europäischen Gerichtshof setzt Duplicate-Bridge zwar Logik, Gedächtnis und strategisches Denken voraus und könne der geistigen und körperlichen Gesundheit förderlich sein. Das bedeute  jedoch nicht, dass es sich um Sport im Sinne der Mehrwertsteuerrichtlinie handele, da das Spiel nur eine unbedeutend erscheinende körperliche Komponente beinhaltet. Der Begriff  „Sport“ ist laut EU-Richtlinie auf Tätigkeiten beschränkt, die sich eben durch eine nicht unbedeutende körperliche Komponente auszeichnen. (EuGH / Urt. v. 26.10.2017, Az. C-90/16)

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