Anlageberater müssen über Provisionen aufklären

Anlageberater müssen über Provisionen aufklären

Anlagevermittler und -berater müssen ihre Kunden unaufgefordert über Vertriebsprovisionen aufklären, wenn diese 15 Prozent des angelegten Kapitals überschreiten.

Quelle: Anlageberater müssen Kunden über Provisionen aufklären – Nachrichten: Steuern und Wirtschaft – JuraForum.de

WKR-Erklärung: Nach ständiger Rechtsprechung des BGH müssen Banken generell über Provisionen aufklären, die sie etwa von einem Fondsbetreiber erhalten. Bei freien Beratern nehmen die Karlsruher Richter an, dass Kunden von Provisionen ausgehen. Von sich her ansprechen müssen die Berater das Thema daher erst ab Provisionen von insgesamt 15 Prozent.

Der BGH bestätigte nun, dass das Agio mitzählt. Denn für die Werthaltigkeit einer Anlage sei es aus Sicht der Kunden letztlich entscheidend, welcher Teil des von ihnen insgesamt gezahlten Geldes letztendlich in die Anlage fließt. Ob die Differenz entsteht, weil Geld aufgeschlagen oder von der Einzahlung abgezweigt wird, sei für die Rentabilität unerheblich.  Als Bezugsgröße für die 15-Prozent-Schwelle zählt das Agio dagegen nicht mit. Hier kommt es allein auf die Höhe der Einlage an, wie der BGH weiter entschied. (BGH / Urteil v. 09.11.2017 / Az.: III ZR 565/16)

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