Nebenkosten


Abrechnung der Nebenkosten - Fehler durch eine Prüfung erkennen

Die Abrechnung der Nebenkosten durch den Vermieter erfolgt in der Regel einmal im Jahr. Eine außerplanmäßige Aufstellung der Kosten muss beim Auszug des Mieters erstellt werden. In den Nebenkosten sind sämtliche Betriebskosten für die Wohnung enthalten, die der Vermieter dem Mieter in Rechnung stellen darf. Neben den Kosten für Heizung und Warmwasser werden die Pflege von Hausflur und Garten, aber auch Kosten für die Beleuchtung, einen Hausmeister und den Winterdienst in der Abrechnung der Nebenkosten geltend gemacht. Ob die Abrechnung der Nebenkosten richtig erstellt wird, kann eine Prüfung durch einen Rechtsanwalt für Mietrecht ergeben.

Viele Nebenkostenabrechnungen sind falsch

Der deutsche Mieterschutzbund weist in jedem Jahr aufs Neue darauf hin, dass viele der Abrechnungen falsch sind. Eine Überprüfung durch einen Rechtsanwalt für Mietrecht ergibt häufig, dass die Kosten für die Abrechnung zu hoch angesetzt sind. Es kommt vor, dass Vermieter Kosten in Rechnung stellen, die gar nicht angefallen sind. So handelt es sich beispielsweise beim Winterdienst um eine Leistung, die nicht pauschal aufgeführt werden darf. War der Winter mild und frei von Eis und Schnee, sind Kosten für einen Winterdienst ungerechtfertigt. Gleiches gilt für den Hausmeister und die Reinigung der Flure und Keller. Wenn kein Hausmeister beschäftigt wurde und die Reinigung der Flure und Keller von den Mietern selbst erbracht wird, dürfen dafür keine Kosten in Rechnung gestellt werden.

Prüfung der Nebenkostenabrechnung durch einen Rechtsanwalt für Mietrecht

Die Prüfung der Abrechnung für die Nebenkosten durch einen Rechtsanwalt für Mietrecht darf jeder Mieter vornehmen lassen, ohne dass ihm dadurch Nachteile entstehen. Der Vermieter ist sogar verpflichtet, auf Verlangen des Mieters Einblick in die Abrechnung der für die einzelnen Positionen zu gewähren. Streit gibt es häufig über die pauschale Abrechnung der Heizkosten und des Wasserverbrauchs nach der Wohnungsgröße. Wenn der Vermieter sich für diese Abrechnungsvariante entschieden hat, muss dies vom Mieter akzeptiert werden. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Mieter allein in einer großen Wohnung wohnt und weniger verbraucht als die Nachbarn, die mit mehreren Personen in einer kleineren Wohnung wohnen. Der Vermieter kann nicht verpflichtet werden, die Abrechnung durch die Installation von Zählern auf den tatsächlichen Verbrauch anzupassen.

Widerspruch bei zu hoher Nebenkostenabrechnung

Eine Prüfung der Nebenkostenabrechnung kann die Posten aufzeigen, die nicht gerechtfertigt erscheinen. Der Mieter hat sodann die Möglichkeit, der Nebenkostenabrechnung zu widersprechen. Dies muss innerhalb einer gesetzten Frist erfolgen, die in der Regel bei 12 Monaten angesiedelt ist. Die Einhaltung der Frist ist für einen erfolgreichen Widerspruch sehr wichtig. Geht er nicht rechtzeitig ein, gilt die Nebenkostenabrechnung als akzeptiert. Fehler in der Abrechnung können zu einem späteren Zeitpunkt nur sehr schwer nachgewiesen werden. Nach eingelegtem Widerspruch ist es wichtig, dass der Mieter zunächst den Teil der Nebenkostenabrechnung bezahlt, der von ihm akzeptiert wurde. Andernfalls kann der Vermieter ein kostenpflichtiges Mahnverfahren anstrengen.