Mietvertrag


Mietvertrag - die Schriftform bringt verschiedene Vorteile

Vor dem Bezug einer neuen Wohnung sollte ein Mietvertrag geschlossen werden, in dem alle Einzelheiten des Mietverhältnisses geregelt werden. Grundsätzlich ist es üblich, dass ein Mietvertrag in Schriftform aufgesetzt wird. Er enthält verschiedene Punkte, in dem der vereinbarte Mietpreis, die Zahlung der Nebenkosten sowie die Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter festgehalten werden. Der Beginn des Mietverhältnisses und eine eventuelle Befristung werden ebenfalls vereinbart. Mit der Unterschrift bestätigen Mieter und Vermieter, dass sie alle relevanten Punkte zur Kenntnis genommen haben. Eine Vorschrift, die besagt, dass ein Mietvertrag der Schriftform bedarf, gibt es nicht. Aus rechtlicher Sicht ist es möglich, mündliche Vereinbarungen zu treffen oder das Mietverhältnis einfach "mit einem Handschlag" zu besiegeln.

Kommt es zu einem Streit zwischen dem Mieter und dem Vermieter, hat der schriftliche Mietvertrag eindeutig Vorteile. Er belegt die vertraglich geschlossenen Positionen, aus denen sich dann die Ansprüche von Mieter oder Vermieter ableiten lassen. Beim Abschluss eines mündlichen Vertrages kann jeder auf seinem Standpunkt beharren. Aussage steht gegen Aussage, und vor allem das Handschlag-Mietverhältnis, das ohne Zeugen geschlossen wurde, erweist sich als nachteilig. Aus diesem Grund ist es auch unter Freunden oder Angehörigen einer Familie zwingend notwendig, dass ein Mietvertrag schriftlich geschlossen wird. Nur dann können Streitigkeiten rechtswirksam geklärt werden.

Mietvertrag rechtlich absichern lassen

Die beiden Parteien haben die Möglichkeit, in einem Mietvertrag individuelle Vereinbarungen zu treffen. Es kommt nicht selten vor, dass der Vermieter Pflichten auf den Mieter übertragen möchte, die er eigentlich selbst zu erfüllen hat. Dies ist ungesetzlich und der Mieter kann sich dagegen wehren. Um Streitigkeiten während eines laufenden Mietverhältnisses vorzubeugen, kann der Mieter den Mietvertrag von einem Rechtsanwalt für Mietrecht überprüfen lassen. Der Vermieter hat einen gewissen Spielraum, was individuelle Vereinbarungen mit dem Mieter betrifft. Er muss sich dennoch an die gesetzlichen Vorgaben halten, denn diese gelten automatisch für alle deutschen Mietverträge. Dies bedeutet, dass Punkte, die im Mietvertrag vereinbart wurden und nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, nichtig sind.

Der Rechtsanwalt für Mietrecht wird bei der Prüfung des Mietvertrages alle Punkte auf ihre Gesetzmäßigkeit hin untersuchen. Er weist den Mieter auf Punkte hin, die strittig sind und in dieser Form nicht in den Vertrag aufgenommen werden dürfen. Der Mieter hat nach der Prüfung seines Mietvertrages durch einen Rechtsanwalt für Mietrecht die Möglichkeit, den Vermieter auf die ungesetzmäßigen Punkte hinzuweisen. Ein seriöser Vermieter ist in der Regel bereit, den Vertrag so umzuformulieren, dass er den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Wenn der Mieter befürchtet, dass er die Wohnung nicht bekommen könnte, wenn er die strittigen Punkte anspricht, kann er den Vertrag auch unterschreiben. Sollte der Vermieter unberechtigte Forderungen stellen, braucht der Mieter diesen nicht nachzukommen. Im Zweifelsfalle kann er einen Rechtsanwalt für Mietrecht hinzuziehen, der den Vermieter auf seine vertraglichen Verpflichtungen aufmerksam macht.