Arbeitserlaubnis


Arbeitserlaubnis für Ausländer - so sieht das Ausländerrecht aus

Deutschland befindet sich im Wandel, ein Zuwanderungsland zu werden und immer mehr Ausländer wünschen, in Deutschland einer Arbeit nachgehen zu können. Hier stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Ausländer auch in Deutschland arbeiten darf. Dies kann pauschal nicht beantwortet, werden. Eine Arbeitserlaubnis ist grundsätzlich abhängig von der Art des Aufenthaltstitels sowie der ausländischen Staatszugehörigkeit. Eine Arbeitserlaubniserteilung umfasst die staatliche Aufnahme entgeltlicher unselbstständiger sowie selbstständiger Tätigkeiten.

Arbeitserlaubnis für Ausländer aus den EU-Staaten

Wer aus einem der EU-Staaten nach Deutschland zieht, benötigt laut Ausländerrecht keine gesonderte Arbeitserlaubnis. Eine Ausnahme galt bis Ende 2013 für EU-Bürger aus Rumänien sowie Bulgarien.

Ausländer mit Staatsangehörigkeit eines Drittstaates

Als Voraussetzung für eine Arbeitserlaubnis für Drittstaatenangehörige muss ein Aufenthaltstitel vorausgehen. Zusätzlich bedarf es der Genehmigung der zuständigen Arbeitsagentur für Arbeit nach dem § 39 des Ausländergesetzes. Dies regelt eine legale Arbeitsaufnahme durch zwischenstaatliche Vereinbarungen, über das Gesetz oder die Rechtsverordnung. Wie dies im Detail aussieht, kann von dem Rechtsanwalt für Ausländerrecht in Erfahrung gebracht werden.

Die deutsche Ausländerbehörde besitzt die Zuständigkeit zur Erteilung eines Aufenthaltstitels. Personen mit Staatsangehörigkeit eines Drittstaates sind angehalten, über die jeweilige Auslandsvertretung vor der Einreise nach Deutschland diese zu beantragen. Ausnahmen gelten hier für Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Koreas sowie Neuseelands und den USA. Diese Nationen können einen Aufenthaltstitel auch nach der Deutschlandeinreise beim zuständigen Ausländeramt beantragen.

Zu beachten ist, dass eine Arbeitsaufnahme nicht ohne rechtskräftigen Aufenthaltstitel beziehungsweise einer Arbeitserlaubnis erfolgen darf. Der Rechtsanwalt für Ausländerrecht kann hier zur Arbeitserlaubniserteilung auf juristischer Ebene für das Recht der Personen eintreten, die aus Drittstaaten nach Deutschland einreisen möchten.

Arbeitserlaubnis für Ausländer aus Drittstaaten mit Wohnsitz in Deutschland

Eine Arbeitserlaubniserteilung für ausländische Personen, welche über eine Drittstaatenangehörigkeit verfügen, aber in Deutschland bereits leben, wird überwiegend über die Beschäftigungsverfahrensordnung geregelt. Auch hier ist die Art des Aufenthaltstitels relevant für die Erteilung von Arbeitserlaubnissen. So müssen zum Beispiel Asylanten andere Voraussetzungen für eine zulässige Arbeitsaufnahme erfüllen, als beispielsweise Ausländer, die mit einem deutschen Staatsangehörigen verheiratet sind.

Zuständig für den Aufenthaltstitel sowie die Arbeitserlaubniserteilung ist das Ausländeramt der Stadt/Kommune, in welcher der Ausländer seinen Wohnsitz besitzt.

Über die individuellen Voraussetzungen informiert der Rechtsanwalt für Ausländerrecht und übernimmt auf Wunsch die Interessenvertretung der Ausländer zur Erteilung einer Arbeitserlaubnis in Deutschland.

Visum mit Arbeitserlaubnis

Wer aufgrund einer Arbeitsaufnahme nach Deutschland von außerhalb der EU einreisen möchte, benötigt ein sogenanntes Arbeitsvisum. Dieses ist über die deutsche Auslandsvertretung in dem jeweiligen Heimatland des Antragstellers zu beantragen. Da eine exakte Bearbeitungsdauer nicht vorausgesagt werden kann und verschiedene Unterlagen eingereicht werden müssen, empfiehlt es sich, den Visumsantrag mit Arbeitserlaubnis rechtzeitig vor dem beabsichtigten Einreisedatum nach Deutschland zu stellen.

Beschleunigt werden kann das Verfahren durch den Rechtsanwalt für Ausländerrecht. Hierüber ist auch explizit zu erfahren, welche Dokumente für ein Arbeitsvisum erforderlich sind sowie welche Kriterien zu erfüllen sind.

Arbeitserlaubnisse für ausländische Studenten

Wer ein Studentenvisum besitzt, erhält automatisch eine Arbeitserlaubnis. Diese ist allerdings zeitlich begrenzt und erlaubt lediglich eine Teilzeitbeschäftigung. Der Zeitrahmen ist per Gesetz aus dem Jahre 2012 auf 120 Tage in Vollzeit beziehungsweise 240 Tage in Halbtagsbeschäftigung festgesetzt.

Rechtsanwalt für das Arbeitsrecht von Ausländern

Die Gesetzeslage in Bezug auf Arbeitserlaubnisse für im Ausland oder in Deutschland lebende Ausländer ist komplex und oftmals aufgrund der Verständigungsprobleme durch Sprachschwierigkeiten nur schwer für betroffene Ausländer realisierbar. Zudem kann der Bearbeitungsprozess langwierig sein und der kleinste Fehler bereits die Ablehnung einer Arbeitserlaubnis zur Folge haben. Im schlimmsten Fall kann bei einer Nichtbeachtung der Gesetze und Regelungen ein Straf- beziehungsweise Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den ausländischen Antragsteller eingeleitet werden. Von einer Arbeitsaufnahme ohne entsprechender Genehmigung des Ausländeramtes/Agentur für Arbeit ist deshalb dringendst abzuraten.