Ausländerrecht


Im Bereich Ausländerrecht haben wir uns auf die folgenden Fachbereiche spezialisiert:

Das Ausländerrecht ist besonderes Verwaltungsrecht und umfasst alle Themen, die Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft betreffen. Je nach Aufenthaltsstatus des Migranten (Asylbewerber, geduldeter Asylbewerber, Ausländer mit Aufenthaltstitel) kommen die verschiedensten Rechtsvorschriften jedweder Rechtsqualität zur Anwendung, die oftmals unübersichtlich sind und ständigem Wandel unterliegen. Daher ist die Unterstützung durch Rechtsanwälte in ausländerrechtlichen Fällen unabdingbar.

Die Rechtsanwälte der WKR Germany LLP behalten bei jeder Fallbearbeitung völkerrechtliche, humanitäre und politische Gründe im Auge und verfügen über Spezialkenntnisse bezüglich des jeweiligen Herkunftslandes.

Aufenthaltserlaubnis

Voraussetzung für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist, dass der Lebensunterhalt in Deutschland gesichert ist. Die Aufenthaltserlaubnis kann für verschiedene Aufenthaltszwecke erteilt werden. Diese sind zum Beispiel:

  • Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung
  • Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit
  • Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen
  • Aufenthalt aus familiären Gründen

Asylverfahren

Von der Asylantragstellung bis zum Ausgang des Asylverfahrens sind verschiedene Etappen zu durchlaufen. Jeder Asylsuchende, der in Deutschland ankommt, meldet sich bei einer staatlichen Stelle und wird registriert. Sobald ein temporäres Ausweisdokument erstellt ist, kann das Asylverfahren beginnen. Nach der Registrierung erfolgt die Erstverteilung auf die Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel. Im Rahmen der persönlichen Antragstellung werden weitere Dokumente eingeholt und der Asylsuchende über seine Rechte und Pflichten belehrt. Jeder Asylantrag wird auf Grundlage des Asylgesetzes dahingehend überprüft, ob eine der vier Schutzformen (Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder Abschiebungsverbot) vorliegt. Die Entscheidungsgrundlage bilden in jedem Fall die persönlichen Anhörungen, die gesammelten Dokumente und Beweismittel. Liegt keine der vier Schutzformen vor, erhält der Asylsuchende einen ablehnenden Bescheid, verbunden mit einer Abschiebungsandrohung.

Dem Betroffenen stehen in diesem Fall Rechtsmittel zur Verfügung. Gegen die ablehnende Entscheidung des Bundesamtes kann die betroffene Person eine (Verpflichtungs-)Klage vor dem Verwaltungsgericht erheben. Die Klage muss grundsätzlich binnen kurzer Zeit erhoben werden.

Familiennachzug

Voraussetzung für den Familiennachzug zu einem Ausländer ist, dass der bereits hier lebende Ausländer eine Niederlassungserlaubnis, eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG, eine Blaue Karte EU oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt. Weiterhin muss ausreichender Wohnraum zum Leben zur Verfügung stehen. Der Lebensunterhalt des Familienangehörigen (inklusive Krankenversicherung) muss ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel gesichert sein. Schließlich darf kein Ausweisungsgrund vorliegen. Darüber hinaus müssen je nach Fallkonstellation weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Der Ehegattennachzug zu Deutschen und Ausländern ist in der Regel davon abhängig, dass beide Ehegatten ein Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben und sich der nachziehende Ehegatte zumindest auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann.

Abschiebung

Bei Fragen rund um das Thema Abschiebung ist zunächst einmal zu klären, welche Form der Ablehnung des Asylantrages ergangen ist, da hier zwei Arten unterschieden werden: die einfache Ablehnung und die Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“. Bei einer einfachen Ablehnung wird dem Betroffenen eine Ausreisefrist von 30 Tagen gesetzt. Bei einer Ablehnung des Asylantrags als „offensichtlich unbegründet“ beträgt die Ausreisefrist dagegen nur eine Woche. Für die Rückführungen sind die jeweiligen Ausländerbehörden zuständig. Diese haben jedoch die Möglichkeit, die Rückführung vorübergehend auszusetzen und eine Duldung oder eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn Rückführungshindernisse vorliegen, die bei der Entscheidung des Bundesamtes keine Berücksichtigung fanden.

Einbürgerung

Ein Anspruch auf Einbürgerung besteht in der Regel, soweit folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • unbefristetes Aufenthaltsrecht zum Zeitpunkt der Einbürgerung, eine Blaue Karte EU oder eine befristete Aufenthaltserlaubnis, die ihrem Zweck nach zu einem dauerhaften Aufenthalt führen kann
  • bestandener Einbürgerungstest
  • seit acht Jahren gewöhnlicher und rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland (diese Frist kann nach erfolgreichem Besuch eines Integrationskurses auf sieben Jahre verkürzt werden, bei besonderen Integrationsleistungen sogar auf sechs Jahre)
  • eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts, ohne Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • keine Verurteilung wegen einer Straftat
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
  • der Verlust beziehungsweise die Aufgabe der alten Staatsangehörigkeit (hier gibt es Ausnahmen je nach Herkunftsland)

unkomplizierte Kontaktaufnahme

Eingabefelder mit * sind Pflichtfelder

Ihre Rechtsanwaltskanzlei in Leipzig, Zerbst, Hamburg, Düsseldorf, Nürnberg, Berlin - Kanzlei und Anwälte der WKR!